Melanoma - schwarzer Hautkrebs

Hautkrebs - Diagnose

Ein erfahrener Hautarzt kann meist mit bloßem Auge feststellen, ob es sich bei der verdächtigen Hautpartie um ein malignes Melanoma handelt oder nicht. Die Untersuchung der Gewebeprobe unter dem Mikroskop kann Klarheit  bringen.

Autofluoreszenz ist eine Methode mit deren Hilfe eine sehr zuverlässige Diagnose der Haut  möglich ist, sogar in einem sehr frühen Stadium. Die Haut wird dabei mit infrarotem Laserlicht in sehr kurzen Impulsen bestrahlt. Das Melanin-Molekül absorbiert zwei der Photonen und fluoresziert im roten oder blau-grünen Spektralbereich. Anhand der Fluoreszenz kann eine Entscheidung über die Bösartigkeit des untersuchten Pigmentfleckes getroffen werden.

Hautkrebs - Prognose

Kriterien zur Prognose und Therapie liefern die Stadien der TNM-Klassifikation, die Tumordicke, Ulzeration des Tumors, Eindringtiefe, nach Subtyp, nach Tumorlokalisation und nach Geschlecht (Männer haben eine schlechtere Prognose). Ausgenommen ist das amelanotische Melanoma, das eine schlechte Prognose besitzt. Keinen Einfluss auf die Prognose hat die Dunkelheit oder Helligkeit des Melanoms.

Folgen und Komplikationen

Die Chance einer Heilung ist besonders groß bei einer frühen Diagnose und Behandlung. Wenn die  Tumordicke kleiner als 0.75 mm (dünne Melanomen) ist, dann liegen die Heilungschancen bei etwa 95%. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate (= Anteil Patienten, die 5 Jahre nach Feststellung der Krankheit noch leben) ist abhängig vom Stadium der Ausbreitung des Krebses:

  • Stadium I (Stadium des Primärtumors, geringes Risiko) > 90 Prozent
  • Stadium II (Stadium des Primärtumors, hohes Risiko) - 70 Prozent
  • Stadium III (Absiedelung in die nächstgelegenen Lymphknoten oder
  • Hautmetastasen in der Umgebung) - 40 Prozent
  • Stadium IV (Metastasen in weiter entfernten Lymphknoten oder anderen Organen) < 10 Prozent

Das Melanoma kann in viele verschiedenen Organe metastasieren, es gibt keine bevorzugten Zielorgane wie bei anderen Tumoren (z.B. bei Kolonkarzinom die Leber). Oft metastasiert Melanoma, wie viele andere Krebsarten in die Leber, in die Lunge, ins Skelett und ins Gehirn. Dabei beeinflussen gerade Leber- und Hirnmetastasen die Prognose ungünstig, während Melanommetastasen in der Lunge erfahrungsgemäß eher langsam an Größe zunehmen. Leider ist die Ursache für diese klinische Beobachtung noch nicht bekannt.

Vorsorgeuntersuchung und Früherkennungsmaßnahmen gerade bei besonders gefährdeten Menschen sehr wichtig, den nur die frühzeitige Entfernung des Melanoms zur Heilung führen kann. Warten, ob aus Nachlässigkeit oder Angst, verschlechtert die Aussichten wesentlich.

Hautkrebs: Behandlung Melanoma Behandlung

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