Melanoma - schwarzer Hautkrebs

Hautkrebs - Symptome und Beschwerden

Die Vergrößerung, die Farbänderung sowie das Jucken von Leberflecken (von Leberflecken gehen 40% der Erkrankungen aus) oder Veränderungen von Hautpartien, die pigmentiert sind, können Warnsymptome des malignen Melanoms sein. Bei den Menschen mit der dunklen Haut hingegen geht die Erkrankung meistens von Stellen aus, die weniger dunkel sind, wie zum Beispiel Schleimhaut oder Handfläche.

Beurteilung eines verdächtigen Pigmentflecks nach der „ABCDE-Regel“

A - Asymmetrie: nicht rund oder oval
B - Begrenzung: unregelmäßig oder unscharf
C - Color (Farbe): unterschiedlich starke Pigmentierung, Mehrfarbigkeit
D - Durchmesser: größer als fünf mm
E - Erhabenheit: neu entstanden auf sonst flachem Grund

Sollten mehrere dieser Kriterien zutreffend sein, dann sollte der Fleck vorsichtshalber entfernt werden.

Subtypen des malignen Melanoms

Vier verschiedene Unterarten des malignen Melanoms können unterschieden werden. Diese Subtypen unterscheiden sich durch ihr Aussehen, die Wachstumsart und die Neigung zur Metastasenbildung. Sie haben eine unterschiedliche Prognose. Nach der Entfernung eines Melanoms sollte eine histologische Untersuchung erfolgen, da die Einteilung beim bloßen Betrachten nicht eindeutig ist.

Oberflächlich spreitendes Melanoma (SSM - superficial spreading melanoma, Häufigkeit ca. 65%)

Die häufigste Form des malignen Melanoms wächst langsam (meist über einen Zeitraum von zwei bis vier Jahren) horizontal in der Hautebene und manifestiert sich als unregelmäßig pigmentierter, unscharf begrenzter Fleck. Depigmentierte (helle) Inseln können ebenso entstehen. Im weiteren Stadium wächst das SSM auch  vertikal und es bilden sich Erhabenheiten. Bei Frauen ist SSM häufig am Unterschenkel zu finden, beim Mann meist am Körperstamm.

Noduläres Melanoma (NMM, Häufigkeit ca. 20%)

Dabei handelt sich um die aggressivste Form der malignen Melanome mit der ungünstigsten Prognose. Charakteristisch für NMM ist sein relativ schnelles vertikales Wachstum. Es hat eine braune bis tiefschwarze Farbe mit glatter oder ulzerierter Oberfläche, die leicht blutet. Tritt der Tumor häufig am Rücken, an der Brust oder oft an den Extremitäten auf.

Lentigo-maligna-Melanoma (LMM, Häufigkeit ca. 10%)

Dem LMM geht eine Lentigo maligna voraus. Es wächst vor allem horizontal. Sein Aussehen ist durch große, teils erhabene, unregelmäßige Flecken charakterisiert. Zu 90 % sind die LMM im Gesicht lokalisiert, meist bei älteren Menschen. Es wächst recht langsam und hat daher eine relativ günstige Prognose.

Akrolentiginöses Melanoma (ALM, Häufigkeit ca. 5%)

ALM sieht dem LMM äußerlich ähnlich aus, das Wachstum ist aber wesentlich schneller und aggressiver. Oft ist dieser Tumor an den Handflächen bzw. Fußsohlen, aber auch unter den Nägeln lokalisiert. Blutungen sind möglich und der Tumor kann, wenn er sich unter einem Finger- oder Fußnagel befindet, zur Nagelablösung führen. Dieser Melanomtyp trifft bevorzugt dunkelhäutige Menschen. Bob Marley ist an solch einem Melanoma gestorben.

Amelanotisches Melanoma (AMM, selten)

Es ähnelt in etwa dem NMM, wobei aber wegen der Entartung der Zellen kein Pigment gebildet wird. Dies macht es besonders tückisch, weil es oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird; dann liegen oft schon Metastasen vor. Amelanotische Melanome können sehr untypisch aussehen.

Hautkrebs: Diagnose, Prognose Melanoma Diagnose, Prognose

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